Radverkehrspolitik muss immer Angebotspolitik sein. Radfahren muss bequem und sicher sein. Nur so steigen mehr Menschen aufs Rad um. Wir brauchen für das Freiberger Radverkehrskonzept einen Prioritätenplan. Was kann schnell umgesetzt werden, was braucht Zeit, wie wird es finanziert. Dieser Prioritätenplan kann dann vom Gemeinderat eingefordert werden.
Notwendig ist auch eine Befragung und Bürgerbeteiligung der Gesamtbevölkerung, zusätzlich zur bereits erfolgten Schülerbefragung. Wichtig hierbei ist, einen Anhaltspunkt für die innerörtlichen und überörtlichen Fahrwegbeziehungen/Ziele zu bekommen. Innerörtlich - Stadtzentrum, Bahnhof (bike and ride), Sportzentren am Wasen und Lugauf, Einkaufsziele, JMS, Ortsteilzentren, Gemeindehäuser, Robi-Spielplatz und andere Spielplätze. Überörtlich - Ludwigsburg, Radwanderwege - wo fahren die Freiberger hin?
Von oberster Priorität ist aber die Verkehrssicherheit, die Reduzierung und Beseitigung der Gefahrenstellen/-potentiale. Bei einer Radwegekonzeption geht es im Wesentlichen um Radwege! Hier erwarten wir klar strukturierte Vorschläge hinsichtlich Neubau, Abkürzungsmöglichkeiten, Markierung, Sanierung, Breite, Radweg-Netzergänzung, Verkehrsberuhigungsmaßnahmen - wie TEMPO 30 an den Hauptradverkehrsachsen und Schulwegrouten.
Der angedachte Radring ist sicherlich eine gute Idee. Fahrradwegweiser sind auch wichtig, aber wir brauchen keinen Schilderwald. Deshalb muss genau überlegt werden wo vernünftige, sichtbare Schilder innerörtlich ergänzt werden oder alte Schilder verbessert werden oder überflüssige Schilder abmontiert werden.
Bei den Fahrradstellplätzen ist es manchmal sinnvoll, weniger Stellplätze an einem Ort zu haben aber dafür mehr Orte mit Stellplätzen. Ein Randstein-Absenkungsprogramm für die wichtigen Radrouten ist für Kinder, Kinderwägen, Rollstuhlfahrer und Radverkehr vernünftig.
Radwegekonzept lesen auf Homepage der Stadt Freiberg.
Bitte machen Sie mit! Wir sind auf Ihre Unterstützung, Meinung und Hinweise angewiesen. Also los - sofort Vorschläge mailen, benutzen Sie den Bürgerpostkasten.
